3D-Objekte – Sengscheid – St.Ingbert
Das Grumbachtal war in römischer Zeit ein Siedlungsraum, in dem ver-
mutlich mehrere Gehöfte bzw. Siedlungen lagen. Schon bei Friedrich
Schröter – Ueber die römischen Niederlassungen und die Römerstrassen
in den Saargegenden – sind mehrere Stellen mit römischen Funden ver-
zeichnet; sie liegen heute östlich und westlich der Autobahn A6, die das
Tal durchzieht. Einzelfund aus hellem Sandstein, das wahrscheinlich ebenfalls zu einem Grabdenkmal gehört hat, direkt östlich der Autobahn gefunden. Die unterschiedlichen Steinarten können dafür sprechen, dass die Stücke von verschiedenen Grabdenkmalen stammen. Möglicherweise
wurden aber Farbunterscheide des Baumaterials durch einen Anstrich
kaschiert.
Eckstück eines Grabmalsockels, Seiten grob behauen und mit Pickspuren, flache Oberseite sorgfältig geglättet, oben an der Seite ein rechtwinkliger Absatz, darüber konkav gebogen und einziehend mit eingeritztem Akanthusmuster; gelb-rosaroter geflammter Voltziensandstein mit viel Glimmer.
Text: Römermuseum Schwarzenacker
Herstellung: ca. 20 v. Chr. bis 350 n. Chr. (römische Kaiserzeit)
Fundort – St. Ingbert – Stiefel
Gesamt: H: 36,3 cm, B: 49,5 cm, L: 66,7 cm, B: 27,8 cm (Oberseite), L: 42 cm (Oberseite)
Sandsteinquader, auf einer Schmalseite im rechten Teil stark verwittertes Bildrelief, im linken Teil Inschrift, im Zentrum rechteckige Ausmeißelung.
Relief einer männlichen, wahrscheinlich nackten Götterfigur mit muskulösem Körperbau, in Schrittstellung, der linke Arm rechtwinklig vor dem Bauch gebeugt, Unterkörper stark fragmentiert.
Rest einer mit Rillen eingerahmten Inschrift: S T / O N/M? / R / I C
Auf gegenüber liegender Schmalseite befinden sich zwei leicht schräg verlaufende Rinnen. Eine Längsseite mit verwitterter Oberfläche und zentraler, kreisrunder, tiefer, grob behauener Mulde; roter Sandstein.
Der römische Reliefstein fand sich in Zweitverwendung in der Südostmauer des Turms des „Stiefler Schlosses“. Die Überreste dieser einstigen Höhenburg liegen auf dem fast 400 m hohen Berg „Großer Stiefel“ bei St. Ingbert. Die mittelalterliche Burg, die nicht als Adelssitz, sondern eher der Grenzsicherung diente, wurde im 10. Jahrhundert erbaut und ist eine der ältesten Burgen der weiteren Umgebung.
Herstellung: ca. 50-380 n. Chr. (römische Kaiserzeit)
Text: Römermuseum Schwarzenacker
Maße:
Gesamt: H: 62,5 cm, B: 49,8 cm, L: 75 cm, H: 48 cm (Figur), T: 19,5 cm (Mulde), D: 34 cm (Mulde), L: 38 cm (Rinne)
